Kanzlei Katharina Matsch - Rechtsanwältin für Erbrecht und Vermögensnachfolge

Mediation

 

 

„Ich ließ mich einvernehmlich von meinem Mann scheiden. Das sparte Kosten. Vor allem aber war es ein Gewinn für unsere Kinder, die sich so in aller Ruhe mit der neuen Situation auseinandersetzen konnten.“

Und so könnten hier noch ein Unternehmer zu Wort kommen, der nach den Verhandlungen mit der Bank schuldenfrei ist und jetzt eine neue Perspektive hat, eine alte Dame, die jetzt beruhigt ist, weil sie nach langem Zögern Ihre Vorsorgevollmacht und im Kreise und in Beratung mit ihrer Familie ihr Testament gemacht hat, eine Erbengemeinschaft, die sich nach jahrelangem Streit geeinigt und damit aufgelöst hat, jedoch jetzt in der Verwandtschaft mehr Kontakte pflegt als vorher und weitere Menschen, die die Ergebnisse von Verhandlungskompetenz und außergerichtlichen Methoden der Streitbeilegung kennen und schätzen gelernt haben.

Ihnen ist es meist egal, ob die Methode „Verhandlungstechnik“, „Schlichtung“, „Moderation“, „Schiedsgericht“, „Konfliktmanagement“, „Prävention von Konflikten“ oder „Mediation“ heißt, da sie zufrieden aus ihrer Konfliktsituation herausgekommen sind.

Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Methoden, die in der Mediation angewandt werden, bis hin zum klassischen Mediationsverfahren im Erbrecht gut geeignet sind, um für alle zufrieden stellende Lösungen zu erarbeiten.

Von den emotionalen Verstimmungen in der Familie komme ich mit den Beteiligten mit den Möglichkeiten der Mediation schnell zur Behandlung der Sachfragen und damit zu interessengerechten Lösungen. Gerade in dem durch Familienbande geprägten Erbrecht ist das ein Gewinn. Damit muss nämlich beispielsweise ein Streit über die Auslegung eines Testamentes oder ein Streit zur Verteilung von zwei Häusern unter drei Erben nicht zwangsläufig zu einem Zerwürfnis in der Familie führen, sondern bringt über die interessengerechte Lösung des Streits in der Familie eine neue Grundlage für das künftige Miteinander.

Die Vorteile der Mediation sehe ich sowohl bei der Vorsorgeplanung zu Lebzeiten als auch bei der Nachlassregelung, wenn der Todesfall eingetreten ist. Sie können so Rechtsstreite vermeiden, die Ihre Zeit, Ihr Geld und Ihre Nerven kosten.

In der Vorsorgeplanung kommt das Abstellen auf Interessen zum Tragen, wenn es z. B. darum geht, komplexe erb- und steuerrechtliche Lösungen mit mehreren Beteiligten für die Fortführung eines Familienunternehmens zu finden oder den verschiedenen Lebensumständen der gemeinsamen Kinder mit Vermögensübertragungen zu entsprechen und dennoch alle in ihrem eigenen Verständnis gleich zu behandeln.